Pearl Harbor

Hawaii heißt für mich, als Interessierter der Geschichte, ein Besuch von Pearl Harbor, dem bedeutenden Pazifik-Marinehafen der USA, der am 7. Dezember 1941 von den Japanern angegriffen wurde, und zum Eintritt der Amerikaner in den 2. Weltkrieg führte. Details können z.B. hier nach gelesen werden.

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Wir hatten das Glück, am Samstag zuvor Kenneth kennen gelernt zu haben. Ken war 24 Jahre Mitglied der amerikanischen Streitkräfte (zuletzt als Lieutenant Colonel) und lebt mit seiner Familie auf O’ahu und bot uns an, am Montag früh gemeinsam zu den Memorials zu fahren. Treffpunkt um 7:00 am adventistischen Krankenhaus in Kailua. Mit zwei Autos fuhren wir dann auf dem vom Berufsverkehr dicht gedrängten Highway gen Honolulu. Ken setzte noch seine Tochter an ihrer Highschool ab, und wir fuhren zum Hafen.

Der Angriff auf Pearl Harbor ist eines der tragischen und traumatischen Ereignisse, die die USA ereilt hat (vielleicht zusammen mit Vietnam und 911) und hatte schwerwiegende Folgen auf den Verlauf des zweiten Weltkriegs. Viele Amerikaner pilgern heute an diese Stätten, um der über 3000 Getöteten zu gedenken und sich zu informieren. Interessant ist auch, dass wir bestimmt ebenso viele Besucher aus Japaner wie Amerikaner an diesem Ort gesehen haben. (Ganz Hawaii ist voll von Japanern…)

Pearl Harbor wird heutzutage immer noch als Hafen der US Navy genutzt, der natürlich für die Öffentlichkeit gesperrt ist, und einer Anlage, die eingerichtet ist als Gedenkstätte, einem Pacific National Monument des National Park Service). Sie enthält eine reich bebilderte Ausstellung mit Artefakten und Modellen, Filmen, und einem Bookstore. Drei der damals gesunkenen Schiffe wurden als offizielle Memorials eingerichtete, die besichtigt werden können. Das Bedeutendste von ihnen ist das USS Arizona Memorial, dem gesunkenen Schlachtschiff, auf dem damals 1102 Seeleute ums Leben gekommen sind, und noch heute im Schiff begraben sind. Da die Bergung zu gefährlich wäre, hat man sich dazu entschieden, die Arizona zu einem Friedhof zu erklären. Neben der Arizona liegt heute das noch voll einsatzfähige Schlachtschiff, die USS Missouri, auf dem im Jahre 1945 die Kapitulation von den Japanern unterzeichnet worden ist. (Normalerweise liegen Kriegsschiffe übrigens immer mit dem Bug zum Hafenausgang, nicht so die Missouri, deren Bug zum Zeichen der Anerkennung der Arizona zum Hafeninneren zugewendet ist.)

Meine Fotos zeigen einige Teile der Ausstellung, die den japanischen Überraschungsangriff beschreiben, sowie die Fahrt zu den Memorials. Zugang zu den Memorials der USS Utah und Oklahoma hatten wir übrigens nur, weil Ken uns mit seinem Militärausweis dies ermöglichen konnte.

Der Besuch hat uns alle sehr bewegt.

(Die Fotos mit der weißen, riesigen Kugel, die aussieht wie eine schwangere Bohrinsel, zeigen übrigens ein SBX, streng geheim und militärisch. Sechs eingebaute Jet-Düsen können das Ding über den Ozean treiben . 😉

 

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