Canyonlands National Park

Nach Einbruch des Winters im Bryce Canyon waren wir temperaturmäßig auf Minusgrade getunt. Welche Überraschung, in Canyonlands wieder ins Schwitzen zu geraten! Es war Richards und mein erster Besuch und wir sind hellauf begeistert. Es ist so schön dort, obwohl ganz anders als in Grand und Bryce Canyon.

Er ist viel breiter auseinander gezogen als Grand Canyon und hat viele große „Mesa“ (span. „Tisch“), d.h. Plateaus, die sich majestätisch wie aus dem Nichts erheben und in die Ferne betrachtet eine wunderbar bizarre Landschaft ergeben. Er besteht aus drei Hauptebenen: der obersten Ebene, auf der wir Besucher uns befinden, dann kommt einige 100m tiefer die zweite Ebene, auf die man steil herabblicken kann (wenn man sich traut an den Rand zu treten) und auf der man einsame Wanderwege sieht. Und dann gibt es noch tiefer unten die dritte Ebene, wo der Colorado River fließt und wo sozusagen der Boden des Canyons ist. Von Ebene zu Ebene wird es heißer.

Wir blieben nur oben und machten eine kleine Höhenwanderung auf Felsplatten. Ich hatte mit mütterlichen Urängsten zu kämpfen und mein Instinkt schrie ständig: „Nimm die Kinder an die Hand!“ Aber ein 13-Jähriger lässt sich nunmal nicht mehr an die Hand nehmen, nur weil seine Mutter panisch wird, wenn er auf einem Überhang steht, unter dem es 250m in die Tiefe geht und er 20 cm vom Rand balanciert. Hanna, nicht minder mutwillig, tat ihm alles nach und ich sah mich sodann gezwungen, jegliche Ansprüche auf Freiheit und Selbstbestimmung mit einem barschen „Euren Drang nach Freiheit könnt ihr anderswo ausleben, aber hier geht es um Leben und Tod! Hier bestimmen NUR WIR!“ zu beenden. Als Simon dann noch Baumstämme und Felsen nach unten befördern wollte, um die Gesetze der Gravitation hautnah zu erleben, verließen wir diese Todeszone und gingen zum wesentlich harmloseren „Whale`s Rock“, auf dem sie endlos kraxeln konnten, ohne Gefahr zu laufen, direkt im Sarg zu landen. Richard und ich keuchten hinterher und oben angekommen, verschnauften wir alle bei „Lemon and Poppy Seed Muffins“

Canyonlands ist ein Muss für Leute, die Kraxeln und Bouldern lieben!

Ein Gedanke zu “Canyonlands National Park

  1. Liebe Hanna, lieber Simon,

    es ist super, wie viele Abenteuer ihr erlebt! Danke für die tollen Fotos; so kann ich alles noch viel besser nachvollziehen. Ich wünsche euch viel Erfolg in der Schule und hoffe, dass ihr mit der Sprache zurechtkommt. Ich finde es gar nicht einfach, Englisch zu lernen.
    Alles Liebe auch an Eva von mir und meinen Eltern.

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